Luzzys Nach(t)gedanke

Am Anfang war das Wort...

So beginnt das Johannesevangelium. Ein paar Worte, über die man schnell hinweg liest. Doch was sagt dieser Satz aus? Welche Bedeutung habe Worte? Wie machtvoll sind sie? Glaubt man den Nachrichten der letzten Tage, wie zum Beispiele: Die polnische Regierung beschließt ein umstrittenes Mediengesetz; in China werden Mitarbeiter eines Verlages verschleppt; Scheich Nimr al-Nimr, ein Prediger, wurde wegen seiner Reden hingerichtet; dann wird dem Wort eine große Bedeutung zu geschrieben.

Noch vor seiner Verhaftung in 2012 warnte Al-Nimr: "Ich bin sicher, dass meine Verhaftung oder mein Tod Auslöser von Handlungen sein werden." Und genau darin liegt die Macht oder die Ohnmacht der Worte. Denn nicht was wir sagen oder schreiben, ist entscheidend. Sondern wo, wann und zu wem die Worte gelangen, ist ausschlaggebend. Selbst die Worte "Ich liebe Dich" können zur falschen Zeit oder von der falschen Person statt Euphorie, peinlich berühren oder sogar Angst auslösen.

Ich hab da mal nachgedacht! Wie sorglos gehe ich mit Worten um? Wenn schon gute Vorsätze für 2016, dann der meine Worte mit Bedacht wählen. Kein Scherz, der einem anderen spottet. Kein unbegründeter Widerspruch. Nur konstruktive Statements. Mal schauen, ob ich es durchhalte.

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